Bodenbelagstrends fallen laut Designern im Jahr 2026 in Ungnade

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Designer prognostizieren für das Jahr 2026 eine Verschiebung der Präferenzen für Bodenbeläge: weg von nüchternen, kalten oder übermäßig gemusterten Optionen hin zu wärmeren, natürlicheren und sichereren Materialien. Zu den Trends, die verschwinden, gehören klassische Schachbrettfliesen, Grautöne, schlichtes Porzellan, Vinyl in Fliesenoptik und hochglänzende Oberflächen. Diese Veränderungen spiegeln eine umfassendere Entwicklung hin zu Häusern wider, die eher bewohnt als inszeniert wirken und bei denen Komfort und Zweckmäßigkeit Vorrang vor steriler Perfektion haben.

Der Niedergang der auffälligen schwarzen und weißen Schachbrettfliesen

Während sie einst ein fester Bestandteil von Retro-Designs waren, verlieren auffällige schwarz-weiße Schachbrettfliesen zunehmend an Beliebtheit. Die Gründerin der Designfirma Damla Turgut weist darauf hin, dass der hohe Kontrast optisch überwältigend sein kann. Stattdessen greifen Designer zu weicheren, nuancierteren Karos mit Kombinationen wie Kamel und Cremeweiß oder Kastanienbraun gepaart mit warmen Neutraltönen. Diese Verschiebung behält den grafischen Rhythmus bei und schafft gleichzeitig eine zeitlosere, nachsichtigere Ästhetik.

Das Ende kühl getönter grauer Bodenbeläge

Die Dominanz kühl getönter grauer Laminat-, Vinyl- und Fliesenböden schwindet, da die Innentrends zu wärmeren, kräftigeren Farbtönen tendieren. Graue Böden stehen in der Kritik, weil sie das natürliche Licht abschwächen und mit den wärmeren Farbtönen, die die Menschen heute bevorzugen, in Konflikt geraten. Designer empfehlen die Rückkehr zu Honig, Natureiche, Toffee und Walnuss – alles mit Wärme und Abwechslung. Dieser Trend unterstreicht den breiteren Wunsch nach Gemütlichkeit und behaglicher Inneneinrichtung.

Vom sterilen Porzellan zum Naturstein

Einfache Porzellanfliesen geraten in Ungnade, da die Nachfrage nach natürlichen Materialien und unvollkommenen Texturen wächst. Die Innenarchitektin Laura O’Brien weist darauf hin, dass gewöhnliches Porzellan kalt und zweckmäßig wirken kann. Porzellan, das Naturstein nachahmt, oder die Verwendung von Naturstein selbst, bleibt jedoch ein Markenzeichen für Qualität und zeitlosen Geschmack. Dies unterstreicht die wachsende Bevorzugung von Authentizität gegenüber massenproduzierten Alternativen.

Der Weg über geschäftiges Peel-and-Stick-Vinyl hinaus

Auffällige, gemusterte Vinylfliesen, die an alte Fliesen erinnern sollen, werden ebenfalls durch dezentere Alternativen mit Steineffekt ersetzt. Designerin Nina Lichtenstein erklärt, dass diese geschäftigen Muster oft eher theatralisch als zeitlos wirken. Der Fokus verlagert sich auf Materialien, die Ruhe und Verbundenheit hervorrufen, anstatt um Aufmerksamkeit zu konkurrieren. Dies spiegelt den Wunsch nach optisch weniger überladenen Räumen wider.

Die Ablehnung ultraglänzender Oberflächen

Hochglänzende Böden, die an Hotellobbys erinnern, gelten nicht mehr als luxuriös. Damla Turgut weist darauf hin, dass Hochglanzböden kalt und weniger einladend wirken und eher an „Musterhäuser“ als an echte Wohnräume erinnern. Darüber hinaus sind glänzende Böden unpraktisch, da sie jeden Fußabdruck sichtbar machen und eine Rutschgefahr darstellen. Matte und geschliffene Oberflächen bieten eine bodenständigere, elegantere und sicherere Alternative.

Letztendlich signalisieren diese Veränderungen bei den Bodenbelagstrends eine umfassendere Entwicklung hin zu Innenräumen, bei denen Wärme, Authentizität und Wohnlichkeit Vorrang vor kalter Perfektion haben. Designer weisen Hausbesitzer auf Materialien hin, die nicht nur gut aussehen, sondern sich auch unter den Füßen gut anfühlen, und so Häuser schaffen, die sowohl stilvoll als auch komfortabel sind.